Echtzeitzugriff
Direkter Zugriff auf SPS-Steuereinheiten und Sensorik — bei Siemens S5/S7 über Profibus oder Profinet, bei Beckhoff über das ADS-Interface.
Innovationen · Digitale Transformation
Im Zeitalter von Industrie 4.0 werden Echtzeitdaten aus der Produktion immer wichtiger. Gamma 7 liest Maschinen mit SPS-Steuerung aus, strukturiert ihre Daten neu und macht sie für übergeordnete Services nutzbar — ohne die laufende Fertigung zu stören.
Weltweit verrichten Maschinen mit eingebauter SPS-Steuerung ihre Arbeit. Doch lassen sich ihre Prozessdaten auslesen? Wie stark ist eine Anlage ausgelastet, wann steht die nächste Wartung an, wie funktionieren die maschineninternen Abläufe? Lassen sich Fehlerquellen rechtzeitig erkennen, Maschinen vernetzen und der Fertigungsprozess dynamisch gestalten? Und vor allem: Wie kommt man an diese Daten, ohne die Fertigung zu behindern — und mit welcher Migrationsstrategie? Genau diese Fragen beantwortet die digitale Transformation mit Gamma 7.
Die von RST entwickelte Kommunikationsplattform Gamma 7 ermöglicht den direkten Zugriff auf die SPS-Steuereinheit und die Sensorik einer Maschine. Die extrahierten Daten werden in Echtzeit ausgelesen, neu strukturiert und mit einer angepassten Semantik außerhalb der Steuerung organisiert. Es entsteht ein synchrones Prozessdatenmodell — ein digitaler Zwilling, der die Maschine widerspiegelt und alle Voraussetzungen für übergeordnete Services bereitstellt. Während die meisten SPS-Steuerungen noch nach dem Standard IEC 61131 von 1993 realisiert sind, bietet Gamma 7 ein SPS-Werkzeug nach der moderneren Norm IEC 61499, das verteilte Programmierung und die Anbindung an Service-Broker erlaubt.
Direkter Zugriff auf SPS-Steuereinheiten und Sensorik — bei Siemens S5/S7 über Profibus oder Profinet, bei Beckhoff über das ADS-Interface.
Extrahierte SPS-Daten werden neu strukturiert und mit angepasster Semantik außerhalb der Steuerung organisiert.
Ablage im Arbeitsspeicher mit Zugriffszeiten im Mikrosekundenbereich für übergeordnete Services.
Über 70 weitere Schnittstellen mit mehr als 1.000 I/O-Funktionen liefern Zusatzdaten, etwa für Predictive Maintenance.
Zusätzliche Daten gelangen über I/O-Klemmen wie emBRICK oder EtherCAT ins System — ohne bestehende Steuerungen zu verändern.
Daten mit Zeitstempel werden an Datenbanken wie Elastic Search weitergereicht — bis zu 6 Millionen Prozessparameter pro System und Sekunde.
Auf Basis des digitalen Zwillings als abstrakte Oberfläche lassen sich unterschiedlichste Technologien kombinieren. Der Gamma-7-Multibroker kommuniziert über Services mit der Außenwelt, auch OPC oder DDS sind als Standardschnittstellen möglich — selbst eine KI tauscht sich so mit Produktion und Steuerungsanwendung aus. Die ausgelesenen Daten können an Proway Business World weitergeleitet werden, die das Supply-Chain-Management und die Echtzeitkontrolle der Maschinen übernimmt. In ERP- und Planungssystemen werden die Daten weiterverwendet und grafisch für das Management aufbereitet.
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